Aktuelles Amtsblatt

07.12.2017
Kleine Historie von Großlellenfeld
Alter Ortsname Niederlellenfeld
(Aus dem Archiv und Fundus von Johann Stafflinger, Großlellenfeld und Hermann Thoma, Goldbühl)

 

 

 

 

  Kirche in Großlellenfeld

   
1070 Bischof Gundekar II. weiht eine Pfarrkirche in Lellenfeld
1294 Der Ortsadelige Konrad von Lellenfeld tritt in das Kloster Auhausen ein. Sitz der Herren von Lellenfeld war eine Wasserburg, deren genaue Lage unbekannt ist.
um 1300 Bau einer gotischen Vorkirche mit älterer Friedhofsbefestigung
1337 15 Bischöfe verleihen einen umfassenden Ablass in die Wallfahrtskirche.
1446-1500 Neubau der spätgotischen Kirche innerhalb der erweiterten Friedhofsbefestigung
1524 Erlass einer Ehehaft, einer Art Gemeindeordnung


Kirchengrundriss mit
Vorkirche

1525 18 Besitzer von Anwesen beteiligen sich am Bauernaufstand
1537 Nach einem Grenzvertrag zwischen dem Bistum Eichstätt und den Markgrafen ist nur der Ortsbereich Großlellenfelds als Enklave Eichstätter Territorium, seine Flur dagegen markgräflich.
1610 Gotischer Kirchturm erhält nach Blitzschlag ein Kuppeldach
1615 Insgesamt 52 Anwesen. Sie verteilen sich auf folgende Grundherren: Hochstift Eichstätt 25, Schlossgut Eybburg 7, Markgraftum Ansbach 13, (davon 1 ehemaliges Kloster Heilsbronn), Reichalmosenpflege Dinkelsbühl 3, Leonrodisches Schlossgut Dennenlohe 4. Ein Weiler (Schweinbühl) und zwei Höfe (Kaltenhof und Hagenhof) in der Flur sind bereits aufgelassen und liegen öde. Zum Vergleich: 2002 hat Großlellenfeld 172Anwesen.
1628 Anna Golder stirbt als Hexe angeklagt und gefoltert auf dem Scheiterhaufen.
1632-1648 Zerstörungen und Not im Dreißigjährigen Krieg. Pfarrer Kraft muss sich wochenlang in den Wäldern versteckt halten.Die Pfarrei wird abwechselnd auch von Arberg und Cronheim aus betreut.
1663/64 Bau eines neuen Pfarrhofes und einer neuen Schule
1730 Die Markgräfin Friderike Louise, Schwester Friedrich d. Gr., besucht die Pfarrei.
1794 Schulneubau
1806 Ankauf einer Barocken Kanzel von 1743 aus dem Kloster Rebdorf
1843 Schulneubau durch die Gemeinde, 1884 erweitert
1881/82 Neugotische Ausstattung der Kirche; Ankauf einer Bittnerorgel von 1856 aus der Frauenkirche in Nürnberg
1971 Zusammenschluss mit der Gemeinde Kleinlellenfeld zur Gemeinde Lellenfeld
1978 Eingemeindung in die Marktgemeinde Arberg

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